Mollis 2014, bevor der grosse Regen kam

Mollis nur für Modellflieger!

Die Wettervorhersage für Sonntag, 21. September, war kurz gesagt, verheerend. Und so sah es am frühen Sonntagmorgen auch aus, als ich im Aargau einen ersten Meteo-Blick ins Freie wagte: Regen, dunkler Himmel und ganz viel grau. Nach dem Morgenessen kontaktierte ich dann die Webcam des Flughafen Mollis, und da sah es leicht besser aus. Und als meine bessere Hälfte den Regenradar aufrief und eine mehrstündige regenfreie Periode voraussagte, packten wir Sea Fury und Hund ins Auto und machten uns auf den Weg nach Mollis. Dort sah es um 10 Uhr noch nicht viel besser aus, graue tiefhängende Wolken und Sprühregen. Dennoch herrschte im zur Beiz umgebauten Hangar bei Kaffee und Gipfeli schon gute Stimmung. Nach 10.30 Uhr  hörte der Regen auf, und Dutzende von Piloten begannen, ihre Modelle auszupacken… Leider nein, der Regen hörte zwar schon auf, aber ausser Koni Oettiker fanden wegen der trüben Wettervorhersage nur gerade einige wenige Aargauer den Weg nach Mollis. Diese hatten dafür freies Flugfeld. Ausser einem REGA-Flug war der ganze Flugplatz Mollis für uns Modellflieger reserviert, und so konnte man nach Herzenslust fliegen. Hans „Housi“ Messmer zeigte uns seinen noch recht neuen Oldtimerjet Venom, wunderbar gebaut und natürlich erstklassig vorgeflogen. Hans Blank war gleich mit zwei grossen FW 190 mit Sternmotor vertreten, wobei die eine unterdessen dem andern Housi gehört. Beat und Oswald flogen zusammen die beiden Elektro-Venoms und separat sowie etwas langsamer, eine Swordfish und einen Fieseler Storch. Der Schreibende zeigte, dass man eine Sea Fury auch mit eingezogenem Fahrwerk landen kann, nämlich dann, wenn sich der Reifen beim Start verabschiedet, und Koni präsentierte eine wunderschön gebaute Griffon-Spitfire mit E-Motor und Fünfblattprop! Für mich die schönste Spit seit langem. Da der Himmel immer mehr aufklarte, zeigten sich mehr und mehr Besucher und Spaziergänger, so dass die vom Hunterverein Mollis geführte Festbeiz immer gut gefüllt war. Besten Dank an dieser Stelle dem Hunterverein und Andi Villiger für die Gastfreundschaft in Mollis. Nach 15 Uhr sah der Himmel dann immer bedrohlicher aus. Housi Messmer prügelte seine Moki-befeuerte FW 190 ein letztes Mal über den Platz, und dann brach das lang erwartete Unwetter mit heftigen Sturmböen aus. Dennoch, für die wenigen, die dabei waren, hat es sich allemal gelohnt. Und für den nächsten Bettag hat Petrus schon jetzt wunderbares Wetter vorausgesagt.

Urs Holderegger, Schreiberling und Archivar IG Warbird